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Keine der Figuren Dunkels ist das, was man einen Handschmeichler nennt, obgleich die gestaltende Hand in den Skulpturen wie in den Zeichnungen stets gegenwärtig ist. Seine Figuren scheinen zu vermitteln: „Rühr mich nicht an!“ Sie sind verletzt und drohen, den zu verletzen, der sie anrührt.

… Unter dem statisch Leichten jedoch schwang stets eine tiefe Trauer. Sie ist in allen seinen Figuren zu spüren. Ich kenne keine, die selbstbewusst posiert, keine, die unversehrt ist. Dieses Lebensgefühl äußert sich in der Handschrift, die zwar von eminentem anatomischen Wissen gesteuert ist, sich aber immer wieder befragt, das soeben Gesetzte verändert, ja auszustreichen scheint, und nicht minder deutlich ist es in den ikonographischen Inhalten zu fassen.

Kreuzigung III, 1968-71, Bronze, 44 × 33 × 23 cm auf Treibholz und Eisenplinthe / Kreuzigung VIII, 1978,Bronze,95 × 62 × 17 cm Kreuzigung VII, 1978, Bronze, H: 68 (ohne Konus-Sockel H: 48)

Joachim Dunkel: inwendig voller Figur
war 2007 eine programmatische Ausstellung des plastischen Werkes von Joachim Dunkel in der Galerie am Gendarmenmarkt mit einer programmatischen Laudatio von Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan, der den besonderen plastischen Ansatz Dunkels Werks hervorhob, inwendig voller Figur, abbildhaft doch voller Form.

Dazu eine passende Anekdote:
Bei einer der Dunkel-Ausstellungen stellte sich ein Besucher als ehemaliger Student Dunkels im Kurs Plastisches Arbeiten nach der Natur vor und erzählte mir Folgendes:

Dunkel hatte ein Aktmodell besorgt, das den Studenten sehr beeindruckt hat, vor allem seine Rundungen, die er versuchte möglichst plastisch hervorzuheben.

Weibliche Figur sitzend, 1969, Bronze auf Granitzylinder, Höhe: 13 cm

Bei dem Korrekturdurchgang schnitt Dunkel mit dem Messer, das er zur Arbeit benutzte, die ›gelungenen‹ Rundungen von dem Tonmodell ab mit der Bemerkung: »Wir machen hier keine Frauen, sondern Plastik.«

Liegende weibliche Figur auf angegossenem Rechtecksockel, 1979, Bronze, 14,5 × 32 × 14 cm

 

       

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